Donnerstag, 8. September 2016

Clockwork Angel – Chroniken der Schattenjäger (1) - Cassandra Clare


Clockwork Angel – Chroniken der Schattenjäger (1)

Ein weiteres Buch, dass in Cassandra Clares Welt der Schattenjäger spielt. Nach den Chroniken der Unterwelt kommt nun eine Art „Vorgeschichte“. Die neue Trilogie spielt im viktorianischen London. Neue und schon bekannte Charaktere aus der Welt der Schattenjäger spielen in diesem Buch die Hauptrollen.

Genre: Urban Fantasy
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Arena
Preis: 15 € / 20€
Seiten: ca. 550

1.     Handlung: Tessa will ihren Bruder in London, einer ihr fremden Stadt zu finden, doch sie wird immer teifer hineingezogen in ein dunkles Geflecht. Und dann verliebt sie sich auch noch in zwei Jungenglieichzeitig und das Chaos ist perfekt. Bald ist nicht mehr nur das Leben ihres Bruders in Gefahr sondern auch ihr eigenes.
Die Handlung des Buches kommt einemfast schon bekannt vor aus verschiedenen anderen Büchern, doch das ist nicht weiter schlimm. Eine Figur, die erst schwach wirkt, wird in eine neue (magische) Welt eingeführt. Der Leser hat also eine gute Identifikationsfigur. Die Handlung ist also alt bekannt (kennt man auch schon aus den Chroniken der Unterwelt mehr oder weniger), doch wie setzt Cassandra Clare diese Story um?
2.     Schreibstil: Der Schreibstil dieses Buches hat mir besser gefallen als der, der Chroniken der Unterwelt und auch Lady Midnight. Die „Actionszenen“ waren ruhiger beschrieben, sodass man sie viel besser nachvollziehen konnte. Die Charakterbeschreibungen sind zwar häufig implizit, doch das stört nicht sonderlich. Das Buch ist in der dritten Person Singular geschrieben aus der Sicht eines personalen Erzählers (Tessa). Allerdings erfährt man häufig nicht genug von Tessas Gedanken und wenn dann auf einen Schlag in einer Art Monolog. Die Wortwahl war auch angenehm, wenn auch nicht außergewöhnlich. Mir haben allerdings wie immer die Umgebungsbeschreibungen gefehlt.
3.     Charaktere: Die Charaktere waren recht interessant, obwohl ich Tessa nicht wirklich als die unglaublich starke Person wahrgenommen habe, die sie verkörpern sollte. Besonders interessant fand ich Jem, den wir ja auch schon als einen der schweigenden Brüder aus den Chroniken der Unterwelt kennen. Auch die Protagonistin Tessa ist keine unbekannte. Auch Magnus Bane ist wieder da, hat mir allerdings in diesem Buch nicht wirklich gefallen. Der Charakter von Will hat mir allerdings nicht gefallen. Mir wurden zu viele parallelen gezogen, da er fast genauso wirkt wie einer der Hauptpersonen aus der CdU.
4.     Umsetzung: Die Umsetzung ist ganz gut gelungen. Man muss zwar sagen, dass die Story sehr konstruiert gewirkt hat. Der Spannungsaufbau ist meiner Meinung nach nicht besonders gut gelungen, da es für mich so gewirkt hat als würde man über den Höhepunkt hinweglesen. Es gab auch unnötige Szenen vor allem zum Ende hin, die das Buch etwas gestreckt haben. Auch hätte ich es interessanter gefunden, wenn eine andere Erzählperspektive gewählt worden wäre. Man hätte die Freundschaft zwischen Jem und Will besser auserzählen müssen, wie auch die halbherzige „Liebesgeschichte“, die man überhaupt nicht nachvollziehen kann. Was mich allerdings wirklich aufgeregt hat, ist die Umsetzung des Begriffes „Clockwork“ (Uhrwerk), der  in der deutschen Fassung als „Klockwork“ übersetzt, um die Verbindung zum Titel herzustellen.
5.     Cover: Das Cover von der broschierten Ausgabe ist ganz nett und passt gut zu denen der Chroniken der Unterwelt.  
6.     Ende (Plottwist): Das Ende passt zu dem Buch, ist allerdings nicht besonders überraschend, genauso wie der Plottwist, der mit dem Magister zu tun hat. Allerdings sehr Genrekonform.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:          25  / 40
2.     Schreibstil:         8   / 15
3.     Charaktere:       12 / 20
4.     Umsetzung:        4  / 10
5.     Cover:                  4  / 5
6.     Ende                    5  / 10

                                                      58  / 100

Gesamtwertung:   5,8 P
Genrewertung:          7 P

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