Samstag, 26. August 2017

Throne of Glass 3: Erbin des Feuers - Sarah J. Maas


Throne of Glass 3 - Erbin des Feuers

Genre: Jugendfantasy / Romantasy
Autor:  Sarah J. Maas
Verlag: dtv Verlag
Preis: 12 €
Seiten: ca. 650

ISBN: 978-3423716536

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Bildquelle 1, Bildquelle 2
1.     Handlung: Celaena, oder Aelyn, muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Doch dafür braucht sie mehr Informationen. An diese kommt sie jedoch nur durch einen gefährlichen Tauschhandel heran. Sie muss ihre Vergangenheit für eine ungewisse Zukunft eintauschen. Doch als allererstes muss Celaena ihre Magie unter Kontrolle bringen. Zurück bleiben ihre Freunde, ihre Liebe und ihre Feinde in Rifthold.
2.     Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat sich von Band zwei zu Band drei nicht sonderlich verändert, aber vielleicht ein wenig verbessert. Charaktere werden interessanter eingeführt und die Atmosphäre wird ausgeschöpft. Allerdings haben mir in diesem Band die Umgebungsbeschreibungen vollkommen gefehlt. Alles in allem liest sich das Buch aber wieder sehr flüssig lesen.
3.     Charaktere: Nachdem mir im zweiten Band die Charaktere überhaupt nicht gefallen haben, fand ich sie diesmal wesentlich besser umgesetzt. Allerdings bleibt der Schatten des zweiten Bandes bestehen. Ab einigen Stellen werden Charaktere vollkommen über stilisiert als Helden und handeln ausnahmslos selbstlos. Diese Eigenschaft dürfen einfach nicht alle Charaktere haben, ansonsten wirken sie nur konstruiert und nicht mehr echt. Mir fallen spontan sechs Personen in Throne of Glass ein, die diese Eigenschaft haben. Am interessantesten fand ich in dem Band die Nebencharaktere, wie den Geschichtenerzähler, Rowan sowie Aedion. Insgesamt muss ich zugeben, dass die Charaktere komplexer geworden sind.
4.     Umsetzung: Normalerweise mag ich es sehr gerne, wenn es viele Handlungsstränge gibt. Allerdings müssen diese dann auch den gleichen Unterhaltungswert haben (siehe GoT). Leider war das in diesem Fall nicht so. Der Handlungsstrang von Mannon birgt meiner Meinung nach keine emotionale Bindung. Dementsprechend hatte an leider kein Bedürfnis mit der Figur mitzufiebern. Zudem ist es immer schwieriger unsterbliche als sterbliche Charaktere zu erschaffen, das merkt man den Hexen genauso an wie Rowan.
Die Spannungskurve war aufgrund des uninteressanteren Handlungsstrangs leider nicht so gut wie in den vorangegangenen Büchern. Zudem weiß man schon genau wo die Autorin ihre Handlung hinführen möchte. Ich wäre überrascht ein anderes Ende zu erleben.
5.     Cover: Schön, schlicht, fantasytypisch, aber nicht weltbewegendes. Ich mag das weiß und den Endlook der Reihe im Bücherregal.
6.     Ende: Das Ende des Buches hat mich ein wenig enttäuscht, da es aus meiner Sicht zu viel über das nächste Buch verrät. Ansonsten durchaus gelungen und ein guter Showdown im richtigen Handlungsstrang. Die Fäden fügen sich langsam zusammen.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           30 / 40
2.     Schreibstil:         11 / 15
3.     Charaktere:        11 / 20
4.     Umsetzung:         5 / 10
5.     Cover:                   4 / 5
6.     Ende                     6 / 10

                                                       67 / 100

Gesamtwertung:   6.7 P
Genrewertung:      7.0 P

Verlag Link: dtv Verlag


Covernutzung: Angaben zu den einzelnen Verlagen finden sie unter: Impressum und Covernutzung

Freitag, 25. August 2017

Buch-Serienvergleich: Outlander 1


Buch-Serienvergleich: Outlander 1


Erst einmal: Worum geht es in Outlander überhaupt? Für wen ist diese Serie etwas und wie wurde das Buch in Serienform umgesetzt?
 
Serie
Buch
Produzent: Ronald D. Moore
Filmstudios: Sony Pictures Home                       Entertainment
Länge: 885 min
Preis: 18 €
Schauspieler: Catriona Balfe, Sam Heughan
Autor: Diana Gabaldon
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: ca. 1130
Preis: 15 €
ISBN: 978-3426518021

Worum geht es?
Claire Randall, eine ehemalige Kriegsärztin, ist nach dem 2. Weltkrieg mit ihrem Ehemann Frank in ihren zweiten Flitterwochen in Schottland. Die Reise nach Schottland bringt außerdem spannende historische Familiengeheimnisse zu Tage. Besonders interessant für Frank als Historiker. Jedoch tritt ein tragisches Ereignis ein. Claire gelangt durch den Craigh na Dun, einen magischen Steinkreis, ins Schottland des Jahres 1743.
Dort wird sie mit berühmten historischen Persönlichkeiten Schottlands bekannt. Manche hasst sie, doch einige mag sie sehr. Vielleicht auch etwas zu gerne. Claire ist in der Vergangenheit gefangen. Zwischen der gewissen Zukunft, der ungewissen Vergangenheit und zwei verschiedenen Männern. 

Für wen ist Outlander etwas?
Outlander Staffel 1 ist ab 16 Jahren freigegeben und das aus meiner Sicht auch zu Recht. Es gibt: Sexszenen, genauso wie hochgradig gewalttätige Folterszenen. Viele werden da auch nicht hinsehen können. Vergewaltigungen werden auch gezeigt, wenn auch dezenter.  In dem Buch werden diese Szenen nicht in dieser Form verdeutlicht und auch auf keinen Fall einprägsam geschildert. Allerdings sind auch sowohl im Buch, wie auch in der Serie sehr viele kitschige Szenen vorprogrammiert.
Das Buch würde ich History Liebhabern, die auch Kitsch und ein wenig Gewalt nicht stört empfehlen. Die Serie ist in beiden Bereichen extremer. Falls man auf verbildlichte Gewalt allerdings empfindlich reagiert, sollte die Augen entweder ganz fest schließen, oder die Serie ganz auslassen.

Umsetzung: Buch in Serie
Serienumsetzungen von Romanen haben schon häufig gut funktioniert. Das sieht man an Paradebeispielen wie Game of Thrones. Doch es gibt auch zahlreiche schlechte Umsetzungen, die vor allem Buchliebhaber enttäuschen, zum Beispiel Shadowhunter. Outlander ist allerdings der ersten Kategorie zuzuordnen.
Die Serie ist nicht auf einer Ebene mit Game of Thrones, doch dafür reicht auch die Stoffgrundlage nicht aus. Die Besetzung der Serie ist meiner Meinung nach sehr passend gewählt. Auch wenn Sam Heughan vielleicht keine angeschrägten Augen, so passt er doch toll auf den Buchcharakter. Catriona Balfe ist eine nahezu perfekte Wahl für Claire Randall. Die Schauspieler verkörpern die Rollen mit gutem Spiel, auch wenn die Performances vielleicht nicht Oskar würdig sind. Auch die Nebencharaktere sind gut gewählt.
Wenn es euch nicht stört, dass alle Körpermerkmale nicht perfekt auf die Buchcharaktere passen, dem werden die Charaktere auch gut gefallen, wenn er die Romanvorlage kennt.
Zudem ist die gesamte Umsetzung sehr romangetreu. Man könnte im Grunde das Buch während des Schauens mitblättern und die einzelnen Szenen mitverfolgen. Auch die Serie braucht genau wie das Buch ein wenig Zeit am Anfang (4 Folgen, Buch ca. 200 Seiten) bevor man wirklich angekommen ist. Wer angekommen ist, ist danach allerdings auch süchtig. Romanleser sowie auch reiner Seriengucker. Cliffhänger machen diese Suchtgefahr noch schlimmer, doch wer wird nicht gerne durch eine Serie süchtig. Das Buch ist an dieser Stelle etwas milder, aber auch bei diesem ist es schwer es aus der Hand zu legen.
Am Ende wurden einige Szenen weggelassen (Höhlenszene) und durch andere (Schiffszene) ersetzt. Das ist aber auch dem Medium geschuldet.

Fazit:
Ansonsten kann ich nur sagen, dass die Serie sehr nah am Buch ist, die Schauspieler gut gewählt und wer gerne etwas Kitsch hat sollte diese Serie unbedingt schauen oder am besten das Buch vorher lesen. Dann lassen sich die Folterszenen auch besser ertragen.

Bildquelle: Frank Winkler - Pixabay
Outlander 1 - Buch: Diana Gabaldon - Feuer und Stein (Die Outlander Saga)
Outlander 1 - Serie: Staffel 1 Outlander

Meine Rezi zum ersten Band von Outlander findest ihr hier
   

Mittwoch, 23. August 2017

Throne of Glass 2: Kriegerin im Schatten - Sarah J. Maas





Throne of Glass 2 – Kriegerin im Schatten

Genre: Jugendfantasy / Romantasy
Autor: Sarah J. Maas
Verlag: dtv Verlag
Preis: 10 €
Seiten: ca. 530
ISBN: 978-3423760898

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Bildquelle 1, Bildquelle 2
1.     Handlung: Nachdem sich Celaena in dem gefährlichen Wettkampf des Königs durchsetzen konnte, ist sie nun der Champion des Königs. Sie hat ihm Treue geschworen und muss seinen Befehlen Folge leisten. Sie muss dementsprechend Gegner des Königs und Aufständischen ermorden. Doch anstatt die Gegner aus dem Weg zu räumen, sprich ermorden, warnt sie diese und ermöglicht ihnen die Flucht. Dieses Geheimnis verbirgt sie vor allen, selbst vor Chaol, denn sie weiß nicht, ob sie ihm trauen kann? Ob sie überhaupt jemandem trauen kann? Kann sie im Bezug auf Chaol überhaupt auf ihr Herz vertrauen?
2.     Schreibstil: Dem Schreibstil von Sarah J. Maas merkt man an, dass die Autorin noch sehr jung ist. Allerdings lässt sich das Buch sehr gut durchlesen und vor allem flüssig. Ich persönlich mag es lieber, wenn ein Fantasybuch, das ein entsprechendes Setting hat, auch eine historische Sprache benutzt. Ansonsten fand ich, dass sich die Umgebungsbeschreibungen im Vergleich zum ersten Band verbessert haben.
3.     Charaktere: Im ersten Band haben mich die Charaktere vollkommen gepackt, auch wenn ich kein Fan davon bin ein gutes Fantasybuch zu überromantisieren (Love-Triangle). Im zweiten Band wurden die Schwächen der Charaktere jedoch umso deutlicher sichtbar. Celaena ist ein hoch widersprüchlicher Charakter, der meiner Meinung nach leider nicht so stark ist wie er herüber kommen soll. Sie ist tief im Herzen ein kleines nachtragendes Mädchen. In diesen Momenten kann ich den Charakter nicht leiden, da die schwankende Persönlichkeit keinen Sinn ergibt. Die Wandlung vom kleinen Mädchen zur unnachgiebigen Assassine erfolgt zu heftig und zu plötzlich. Die Nebencharaktere sind zum Glück nicht so ausführlich beschrieben, sodass sie solchen Konflikten fern bleiben. Besonders Dorian hat mir gefallen, Chaol hat mich allerdings eher genervt. Also alles in allem kann man festhalten: nervige Hautcharaktere die keine festen Charakterzüge haben, aber interessante Nebencharaktere.
4.     Umsetzung: Das Buch hat eine unglaublich rasante Handlung, ist an manchen Stellen allerdings auch leicht unlogisch und konfus. Die Spannung fesselt einen unweigerlich an den Roman und man kann ihn nicht aus der Hand legen. Einzog das Ende und die Auflösung sind ein wenig zu lang geraten. Ansonsten eine fantastische Spannungskurve. Ich fand an manchen Stellen den kompletten Handlungsstrang mit den Wyrd-Zeichen und der Magie des Landes verwirrend, da sie meiner Meinung nach nie vollkommen erklärt wurde. Das könnte auch daran liegen, dass ich das Buch mit einem großen Abstand zum ersten Band gelesen habe. Ich denke, dass auch viele andere damit leicht überfordert wären und aus einer Sicht gibt es auch einschneidende Logikfehler.
5.     Cover: Die Cover der Reihe finde ich gelungen und zudem sehen sie auch zusammen attraktiv im Bücherregal aus.
6.     Ende: Das Ende des Buches fand ich im Grunde schon gelungen, aber ich hätte mir mehr Klarheit in den aktionsreichen Szenen gewünscht. Diese war in der Exposition enthalten. Auch die riesige Enthüllung hat mich nicht vollkommen vom Hocker gerissen und man konnte es irgendwie schon vorher ahnen. Allerdings werde ich die Reihe fortsetzen und sehen, ob sich die Charaktere zum Besseren entwickeln.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           27 / 40
2.     Schreibstil:         7   / 15
3.     Charaktere:         6  / 20
4.     Umsetzung:         6 / 10
5.     Cover:                   4 / 5
6.     Ende                     6 / 10

                                                       56 / 100

Gesamtwertung:   5.6 P
Genrewertung:      7 P

Im Genre Jungend-Fantasy ist dieses Buch durchaus gut, allerdings im Vergleich mit anderen Fantasy-Werken fällt es weit zurück. Nicht zuletzt durch seine Logikfehler.

Verlag Link: dtv Verlag
 
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Dienstag, 22. August 2017

Outlander 2: die geliehene Zeit - Diana Gabaldon


Outlander – die geliehene Zeit

Genre: Historischer Roman / Fantasy
Autor: Diana Gabaldon
Verlag: Knaur Verlag
Preis: 15 €
Seiten: ca. 1232
ISBN: 978-3-426-51810-6

1.     Handlung: Claire Fraser befindet sich mit ihrer Tochter Brianna auf einer Schottlandreise im Jahre 1968, doch wie hat es sie wieder in dieses Schottland verschlagen und welche Geschichte steckt dahinter. Um die Vergangenheit aufzuklären fragt Claire Roger Wakefield um Hilfe. Doch kann er dieses Geheimnis lüften und um welchen Preis?
2.     Schreibstil: Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist weitestgehend angenehm und man wird von der Geschichte mitgenommen. Allerdings ist an manchen Stellen die historische Wortwahl ein wenig unpassend und in den ansonsten sehr modernen Schreibstil eingebettet. Zudem werden viele Dinge in gleicher Form mehrfach geschildert. Wie es sich für einen historischen Roman gehört gibt es ausschweifende Beschreibungen der Landschaft, jedoch nicht übermäßig, siehe Herr der Ringe oder die Unendliche Geschichte. Zudem gefällt mir sehr gut die Lockerheit und aufblitzende Witzigkeit in den Dialogen. Dadurch gewinnt das Buch sehr an Unterhaltsamkeit, wenngleich es auch ernste, spannende Szenen gibt.
3.     Charaktere: Neben den altbekannten Charakteren wie Jamie, Claire, Collum, Dougal, Jack Randall oder auch Murthag kommen zahlreiche neue hinzu. Über diese möchte ich allerdings nicht allzu viel verraten. Die altbekannten Charaktere bekommen jedoch sehr viele mehr Tiefe. Das beziehe ich allerdings nicht auf die beiden Hauptcharaktere, sondern auf die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Jack, Murthag oder auch Geillis. Die Personen werden durch ihre Vergangenheit lebendig und bekommen dadurch ein anderes Leben eingehaucht. Das beeinflusst die Handlung sehr positiv. Dadurch kann man diese besser nachvollziehen und einordnen. Zudem war es hochinteressant Claire von einer anderen Person beschrieben zu bekommen.
4.     Umsetzung: Das Buch besteht aus einer Rahmenhandlung, die erste und die letzten Kapitel im Jahr 1968. Dazwischen wird die Geschichte „wie es dazu kam“ erzählt. Ich selber war irgendwie nicht so ein großer Fan dieser Erzählstruktur, kann aber nicht konkret benennen woran das lag. Vielleicht wollte ich in diesem Moment einfach eine Geschichte zu Ende erzählt haben. Allerdings muss ich im Nachhinein sagen, dass ich die Auflösung elegant, wenn auch nicht unvorhersehbar fand.
Das Buch hatte, wie auch der erste Band durchaus seine Längen. Besonders beim Beginn des zweiten Abschnittes, nach der Handlung im Jahr 1968. Nach diesen schleppenden 200 Seiten wurde die Spannung jedoch gut aufgebaut und am Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
5.     Cover: Das Cover ist nichts Auffälliges, sondern schlicht und elegant. Die Reihe passt gut zusammen mit den einzelnen Bändern in unterschiedlichen Farben.
6.     Ende: Das Ende des Buches war für mich eine Qual, aber keine schlechte, nein im Gegenteil. Es hat mich auf die Folter gespannt. Dinge zusammen gebracht und mich nicht nur neugierig sondern auch sauer zurückgelassen. Sauer, dass ich nicht sofort den nächsten Band verschlingen kann. Auch wenn die Handlung konstruiert ist, so fesselt sie doch unglaublich.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:          30 / 40
2.     Schreibstil:         9  / 15
3.     Charaktere:      15 / 20
4.     Umsetzung:        6 / 10
5.     Cover:                  4 / 5
6.     Ende                    6 / 10

                                                    7.3 / 100

Gesamtwertung:   7.3 P
Genrewertung:      8 P

Verlag Link: Knaur Verlag


Tut mir wirklich leid, dass so lange keine Rezensionen mehr kamen, aber ich war vier Wochen im Urlaub und hatte deshalb kein Internet. Dafür kommen jetzt die ganzen Rezensionen zu Throne of Glass und Outlander online. Ich hoffe ihr versteht das.



Svenja und Alma

Freitag, 4. August 2017

Game of Thrones - Staffel 1 - Rezension


Genre: Fantasy
Autor: George R. R. Martin (die originalen Bücher), David Benioff und D. B. Weiss (Creators)
Sender: HBO
Preis: 13€
Länge: 10 Folgen á 50-60 Minuten

Bild
  1. Handlung: Eddard Stark, Lord von Winterfell und Wächter des Nordens, wird von seinem alten Freund Robert Baratheon, König von Westeros, der mit ihm den Thron der sieben Königslande erobert hat, gebeten an seiner Seite als Hand des Königs zu regieren, nachdem die frühere Hand, Jon Arryn, verstorben ist. So macht er sich, zusammen mit seinen beiden Töchtern auf nach Königsmund, die Hauptstadt, in welcher sie in eine ihnen völlig neue Welt der Intrigen und stillen Machtkämpfe eintauchen. Gleichzeitig bereitet sich am anderen Ende der Welt Viserys Targaryen, Sohn des gestürzten Königs, mit seiner Schwester darauf vor, seinen rechtmäßigen Thron zurückzuerobern.
  2. Machart: Da es hierbei um die Serie geht, kann ich natürlich nichts über den Schreibstil sagen, weswegen ich die Machart als das filmische Äquivalent bewerten möchte. Hierbei muss man natürlich vor Augen haben, dass die erste Staffel bereits 2011 erschien, also 2010 produziert wurde. Dennoch finde ich die Serie ansprechend gestaltet, wenn man die reine Kameratechnik etc. betrachtet. Hier bin ich natürlich kein Profi, aber meine persönliche Meinung ist, dass sich die Serie schon zum Zeitpunkt der ersten Staffel auf einem recht guten Niveau bewegt, wenn man es allgemein mit anderen Serien vergleicht. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass Serien nie so aufwändig produziert werden wie Filme aufgrund der deutlich höheren Länge. Ich kann allerdings schon einmal insofern spoilern, dass man bei Game of Thrones in diesem Punkt eine sehr deutliche Steigerung sehen kann. Die 5., 6. und 7. Staffel, bewegen sich in der Machart auf einem ganz anderen Level, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass den Produzenten aufgrund des enormen Erfolges der Serie ein ganz anderes Budget zur Verfügung steht (da bewegen sich nämlich durchaus einige, fast schon viele, Szenen auf Kinofilm Niveau).
  3. Charaktere: Für mich sind wohl einer der größten Gründe Game of Thrones so zu lieben, wie ich es nun einmal tue, die absolut genialen und vielfältigen Charaktere. In der ersten Staffel noch nicht so bemerkbar (da die ganze Serie da absolut noch in den Startlöchern steht und man kaum erahnen kann, was noch alles auf einen zukommt), ist bei allen Hauptcharakteren, wie auch bei einigen Nebencharakteren, eine extreme Charakterentwicklung zu verzeichnen. Man kann sich am Anfang nicht einmal annäherungsweise Vorstellen, in welche Richtung sich der ein oder andere noch entwickeln wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass es bei Game of Thrones so unfassbar viele Charaktere gibt. Wer also nur die Serie schaut und nicht die Bücher liest, sollte gut aufpassen, denn zumindest in den Büchern gibt es inzwischen über 1000 (!) namentlich genannte Charaktere.
    Des Weiteren haben die Hauptcharaktere alle eine enorme Tiefe, wenn man über jeden irgendwann seine Vergangenheit erfährt, kann man von so gut wie allen Charakteren, so grausam sie auch sein mögen, die Handlungen nachvollziehen.
  4. Umsetzung: Die Handlung an sich wird meiner Meinung nach gut aufgebaut, schon am Anfang lernt man einen der Hauptkonfliktpunkte kennen, der aber dann wieder so fallen gelassen wird, dass man ihn fast vergisst, bis es dann brenzlig wird. Das kann einen natürlich stören, dass so eine wichtige Sache für mehrere Staffeln einfach fast komplett außer Acht gelassen wird, ich allerdings finde, dass eben hier ein bisschen Mitdenken von den Zuschauern gefordert wird, was für mich eher positiv zu bewerten ist.
    Im Allgemeinen ist die Serie (wie auch die Bücher) durch die sehr zahlreichen Handlungsstränge, extrem Komplex, was den einen gefällt, anderen jedoch, die nur Abends entspannt zum einschlafen eine Serie auf Sky schauen wollen, eher nicht.
  5. Cover: Das Cover der Serie ist entsprechend ihres Stils ziemlich düster und mittelalterlich gehalten. Zu sehen ist der eiserne Thron, auf dem schließlich so viele so gerne sitzen möchten und der zuvor genannte Lord Eddard Stark, wohl der wichtigste Hauptcharakter dieser Staffel.
  6. Ende: Noch etwas, was bei Game of Thrones stets gut gemacht ist. Das Ende und allgemein der Verlauf der Handlung ist nur sehr schwer bis unmöglich vorhersehbar und nicht selten fällt einem die Kinnlade herunter, weil man gerade nicht fassen kann, dass das, was man da gerade gesehen hat, wirklich passiert ist. Das Ende der ersten Staffel lässt quasi alles offen und sorgt für eine Menge Vorfreude vermischt mit ein bisschen Angst auf die nächste Staffel. Im Prinzip geht der wahre Konflikt nämlich erst ab der zweiten Staffel erst so richtig los. Sollte einem also die erste Staffel eher weniger gefallen, würde ich definitiv dazu raten, mindestens noch die zweite Staffel zu schauen, obwohl diese, so viel möchte ich sagen, mir persönlich nicht so gut gefällt wie die erste, danach geht es allerdings steil Bergauf ;) Deswegen sagte ich eben auch, dass ich dazu raten würde noch mindestens die zweite Staffel zu schauen.



Vor der Gesamtwertung möchte ich noch fragen, ob es euch gefällt nicht nur Buchrezensionen, sondern auch Reviews zu Serien zu lesen. Des Weiteren kann ich mir Vorstellen, dass einige gerne Reviews zu den einzelnen Büchern hätten, doch muss ich hier sagen, dass es sehr lang her ist, dass ich diese gelesen habe, sodass ich zwar allgemein etwas zu den Büchern sagen kann, jedoch die einzelnen nicht mehr von einander unterscheiden kann und ich auch im Moment nicht die Energie habe, alle nochmal zu lesen. Wenn ihr also eine allgemeine Rezension zu den ganzen Büchern haben möchtet kann ich die gerne schreiben, ihr müsstet es mich nur wissen lassen.



  1. Handlung:      33/40
  2. Machart:          9/15
  3. Charaktere:    15/20 (da die Entwicklungen erst später kommen)
  4. Umsetzung:     7/10
  5. Cover:             5/5
  6. Ende:               9/10

                                78/100

Gesamtwertung: 7.8 P
Genrewertung: 8.0 P

Bild von Daniel Sauer