Montag, 12. September 2016

Bittere Liebe - Saskia Louis


Bittere Liebe

Genre: Kurzgeschichte
Autor: Saskia Louis
Verlag: Digital Publishers
Preis: 1,50 €
Seiten: ca. 3

 1.     Handlung: Was ist, wenn man so verliebt ist das man unter Stom stehr und die Zurückweisung auf der Zunge spürt. Und doch ist man verliebt und verdrängt dieses Gefühl?
 2.     Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich gut zu lesen und die Geschichte lässt sich gut nachempfinden. Die verwendet hierbei viele Ellipsen und alleine die „Person“ die die Geschichte erzählt macht die Geschichte lesenswert. Außerdem werden Redensarten an die „Person“ angepasst und Gefühle und Absichten anders als in der Realität beschrieben. Dadurch wirkt die Geschichte einfach sehr frisch und modern.
3.     Charaktere: Der Hauptcharakter der Geschichte, der gleichzeitig der Ich-Erzähler ist, ist eine Kaffeemaschine. Das vermutet man schon nach den ersten Zeilen, doch zu der Gewissheit kommt man erst später. Die Maschine beschreibt ihre Empfindungen und Gefühle aus ihrer Sicht und schildert das Verhalten der Menschen. Der mit der Kaffeemaschine interagierende ist eine  weibliche Figur, die sich einen Kaffee machen möchte um morgens wach zu werden. Diese Person wird allerdings kurzgeschichtentypisch überhaupt nicht näher beleuchtet, da uns die Geschichte aus der Sicht der Maschine erzählt wird. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese sehr wohl Gefühle und einen eigenständigen Verstand hat.
4.     Umsetzung: Die Umsetzung ist typisch für eine Kurzgeschichte. Man wird sofort in die Handlung „hineingeworfen“ und hat keine Einleitung. Außerdem liegt ein relativ offenes Ende vor. Hervorgestochen an der Umsetzung des Buches ist vor allem die Sprache, die auch neue Redewendungen mit einbezieht, die natürlich nur aus der Sicht einer Kaffeemaschine Sinn machen. Alleine die Idee sich in eine Kaffeemaschine hinein zu versetzen und zu erfahren, dass diese beleidigt ist, wenn man Karo-Kaffee macht statt „echten“ ist schon etwas Besonderes. Ich finde, dass die Geschichte ruhig noch ein paar Seiten mehr hätte vertragen können, doch auch so war die Geschichte in sich abgeschlossen.
5.     Cover: Das Cover ist ehr schlicht und unspektakulär, allerdings passt es ganz gut zur Geschichte.
6.     Ende: Das Ende der Geschichte ist wie das einer Kurzgeschichte zu bewerten und ist aufgrund dessen recht schnell und offen. Allerdings wird in den letzten Sätzen noch einmal der Titel des Buches aufgegriffen und bildet somit einen gelungenen Abschluss
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           35 / 40
2.     Schreibstil:         12 / 15
3.     Charaktere:        16 / 20
4.     Umsetzung:        8   / 10
5.     Cover:                  3   / 5
6.     Ende                     7  / 10

                                                      81   / 100

Gesamtwertung:   8.1 P
Genrewertung:      8.5 P

Alles in allem eine sehr gelungene Kurzgeschichte mit einer unglaublich tollen und kreativen Idee.



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