Freitag, 6. April 2018

[Writing Friday] Der Völkermord





Vielen Dank Herr Zahnpasta!

Sie haben meinen Mord finanziert, Sie haben mich von meinem bakteriellen Dasein befreit und damit machen Sie auch noch jede Menge Geld!
Herzlichen Glückwunsch aus dem tiefsten Grab.
Früher einmal war die Welt ein großes Wunderparadies. Wir konnten fressen, was wir wollten, unaufhaltsam und schicksalsbesiegend.
Vor uns haben sich die Menschen gefürchtet, wegen uns sind Menschen verhungert, aber heutzutage, heutzutage entkommt uns die Menschheit. Wir sterben ab. Völkermord nenne ich so etwas. Danke für den Völkermord Herr Zahnpastaerfinder.
Auch die Gerüche mit denen Sie uns beehren, können mich nicht überzeugen. Wie war es früher noch, als ich einen Döner gerochen habe, oder einen leckeren süßen Saft. Heutzutage rieche ich nur noch Minze. Minze, Minze, Minze. Die anderen Gerüche erreichen mich nicht einmal.
Sie haben unser Revier gestohlen unseren Lebensinhalt verändert, jetzt besteht er nur noch aus Überleben. Das schmerzt, kann ich Ihnen sagen und bilden Sie sich nicht ein: Das heißt Krieg.
Die Erfindung der Zahnpasta hat einen Krieg ausgelöst, einen Krieg ums Überleben und um unsere Heimat.
Also! Machen sie bloß nicht den Mund zu weit auf, es könnte sein, dass wir dann zuschlagen und unsere Wut auf die Menschheit entladen. Nehmen Sie sich in acht. Der Hund denkt auch nicht, dass die Zecken in seinem Fell ihn umbringen.
Also Herr Zahnpasta, wir danken Ihnen aus dem tiefsten Grab, welches Sie uns geschaufelt haben: Sie haben uns den Anlass gegeben gegen die Menschheit zu kämpfen und schon bald ernten Sie nicht nur Geld aus Ihrer Erfindung, sondern auch den Tod.
In den Kampf meine Mitstreiter: Bakterien gegen Menschen. Und seien wir mal ehrlich, tief im Inneren wissen wir alle, wer diesen Kampf gewinnen wird.
Also danke für ihre Erfindung Herr Zahnpasta, vielen Dank, denn mit ihr ist offiziell der Krieg eingeweiht worden und damit der Sieg über die menschliche Rasse.

Mir allerherzlichsten Kriegswünschen

Ecolirica


Writing Friday ist eine Aktion von readbooksandfallinlove.
Jeden Monat gibt es neue Schreibaufgaben. Das bedeutet: Verschiedene Themen, zu denen man Kurzgeschichten oder Gedichte schreiben kann. Jeden Freitag werden die Beiträge dann veröffentlicht. 

Hier kommt ihr zu dem Beitrag von readbooksandfallinlove: Writing Friday April 2018 
Diesen Monat darf man unter anderem einen Brief an den Erfinder der Zahnpasta schreiben und diese Aufgabe habe ich versucht zu erfülle. Eben auf meine ganz eigene Art.

Ich würde mich sehr über eure Rückmeldung freuen und auch über Tipps.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Post

Eure    Svenja

Kommentare:

  1. Hallo! Freut mich sehr, dass du mitgemacht hast. Ich habe dich noch mit auf die Teilnehmerliste gesetzt! Dein Brief ist richtig toll und kreativ geworden :D mal eine ganz andere Sicht!
    Wünsche dir ein schönes Wochenende!

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    1. Vielen Danke!
      Ich finde deine Aktion wirklich toll und werde ganz bestimmt nächste Woche wieder mit dabei sein.
      Danke,dass du mich auf die Teilnehmerliste gesetzt hast.

      Auch dir wünsche ich ein schönes Wochenende und viele neue kreative Einfälle.

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  2. Das hast du richtig kreativ umgesetzt! Auf die Idee, die Bakterien einen Brief schreiben zu lassen, wäre ich nicht gekommen. :D
    Dir einen wunderbaren Start ins Wochenende!
    Liebste Grüße,
    Ida von Idasbookshelf.wordpress.com

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    1. Vielen Dank!
      Ich weiß auch nicht, wie ich auf die Idee gekommen bin, aber als ich die Themen gesehen habe ist mir dieses direkt ins Auge gesprungen und ich habe mir gedacht: Warum nicht aus der Sicht von Bakterien?

      Dir wünsche ich auch ein schönes Wochenende!
      Deine Svenja

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  3. Hahahaha wie toll ist dieser Brief denn bitte geworden?! Kennst du zufällig diese Trickfilmreihe von früher, bei der Blutkörperchen, Bakterien etc verkörpert wurden? So ungefähr habe ich mir den Schreiber gerade vorgestellt - toll! 😄

    Ganz liebe Grüße!
    Gabriela vom Buchperlenblog

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    1. Toll, dass dir mein Brief so gut gefallen hat. Das freut mich wirklich sehr.
      Nein, kenne ich nicht. Aber diese Klebebildchen die man immer von der Zahnärztin in der Schule bekommen hat. So habe ich mir meinen Schreiber vorgestellt.

      Auch ganz viele liebe Grüße von mir und ein schönes Wochenende wünsche ich dir!

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  4. Sehr genial XD
    Die Version gefällt mir!

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  5. Hahahahaha. Genial. "Sie haben meinen Mord finanziert..." musste ich erstmal stutzen und noch mal lesen, ob ich da nicht was überlesen habe. Sehr gut gelöst.

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    1. Dankeschön für das Kompliment. Ich wollte eben etwas Anderes kreieren.
      Es freut mich, dass es dir gefallen hat.
      Es stimmt, der erste Satz soll auch stutzig machen, aber eben auch interessant und fesselnd wirken.

      LG Svenja

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