Es begann damit,
dass wir alles vertuschen mussten, denn niemand durfte erfahren, dass eine der
gefährlichsten Auftragsmörderinnen der Welt mit uns arbeitete. Mit einem der
renommiertesten Geheimdienste der Welt. Ich wartete mit den anderen Agenten an
dem riesigen Konferenztisch und wir würden bald auf sie treffen. Auf eine der
wohl intelligentesten Frauen der Welt und vor allem eine der gefährlichsten.
Der Präsident schien recht gelassen zu sein, doch meine Beine wackelten vor Nervosität.
Ich hatte schon viel von ihr im Vorhinein gehört. Wir alle hatten das. Doch was
der Präsident vorhatte, das wussten wir nicht.
Man hörte Schritte
auf dem Flur und alle Augen richteten sich auf die Tür. Zwei große, dunkel
gekleidete Männer traten in und hatten in der Mitte eine Frau dabei. Sie hatte
rote, ungebändigte Locken und ihre Augen huschten gehetzt hin und her. Die
Männer verließen den Raum wieder und der Präsident zeigte auf den freien Stuhl
im Raum. Sie tat einen vorsichtigen Schritt nach vorne und ließ sich auf den
Stuhl fallen. Das war also die Frau, von der ich schon so viel gehört hatte. Sie
war absolut abgemagert und ihre Hände zitterten die ganze Zeit. Ihre Augen
schienen sich nicht auf einen Punkt fokussieren zu können. Sie schien verwirrt
zu sein und nicht mehr die Frau, die sie einmal war. Eigentlich sollte ihn das
beruhigen, aber er fragte sich auch was man einer Frau wie ihr angetan haben
musste um sie in einen solchen Zustand zu versetzten.
Der Präsident
setzte zum Sprechen an und begann damit die neuen Einsätze vorzustellen. Zudem
verteilte er sie an die einzelnen Agenten, nur noch ich war übrig geblieben und
bekam einen recht interessanten Auftrag zugeteilt, doch ich sollte ihn nicht
alleine bestreiten. Ich sollte ihn mit Magrete bestreiten. Ich starrte die Frau
an, die teilnahmslos durch den Raum schaute. Wir wurden entlassen. Ich starrte
sie an und sprach sie auf den Auftrag an. Sie nickte. Ebenfalls teilnahmslos.
Als Agenten sollten wir uns sofort auf den Weg machen und auf uns wartete ein
Helikopter. Ich teilte ihr das mit. Sie stand auf, unsicher. Wir stiegen ein.
Sie hatte Tränen in den Augen. Sie kullerten ihre Wangen hinunter, als wir
abhoben. Ich wusste, dass es Tränen des Glückes waren, Glück über die Freiheit,
doch diese war beschränkt. Ich starrte sie an und dann aus dem Fenster. Würde
sie mich umbringen, mir entwischen oder uns wirklich helfen. Würde sie ihr Kind
im Stich lassen?
Writing Friday ist eine Aktion von readbooksandfallinlove.
Jeden Monat gibt es neue Schreibaufgaben. Das
bedeutet: Verschiedene Themen, zu denen man Kurzgeschichten oder
Gedichte schreiben kann.
Jeden Freitag werden die Beiträge dann veröffentlicht.
Hier kommt ihr zu dem Beitrag von readbooksandfallinlove: Writing Friday Mai 2018
Heute
habe ich mir die Aufgabe ausgesuchtdie Geschichte mit dem obigen Satz zu beginnen.
Ich würde mich sehr über eure Rückmeldung freuen und auch über Tipps.
Liebe Grüße und bis zum nächsten Post
Eure Svenja