Samstag, 17. Februar 2018

Wenn Prinzen fallen - Robert Goolrick






     Autor: Robert Goolrick
     Genre: Drama
     Im Orginal: The Fall of Princes
     Übersetzt von: Judith Schwaab
     Preis: 10 €
     Einband: broschiert
     Seitenanzahl: ca. 288
     Altersempfehlung: ab 14
     ISBN: 978-3442715671
     Verlag: btb Verlag - Randomhouse
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1.     Handlung: Es geht um Rooney, der eigentlich Künstler werden wollte, allerdings ohne künstlerisches Talent. Deshalb landet er dann an der Wall-Street und wird Trader. Er ist erfolgreich, extrem erfolgreich, absurd erfolgreich. Er verdient Millionen und gibt Millionen wieder aus. Drogen, Sex und Arbeit, das sind die Themen seines Lebens. Alles ist möglich für ihn und er und die anderen „Prinzen“ der Wall Street. Doch Rooney erfährt auch, dass er ganz schnell und tief fallen kann und es fällt ihm schwer sein altes Leben hinter sich zu lassen.
2.     Schreibstil: Auf den ersten fünf Seiten habe ich mich mindesten doppelt so oft kaputtgelacht. Ich liebe die trockene Art, mit der er schreibt. Allerdings kann diese im Verlauf des Buches natürlich auch anstrengend werden. Einige Sprüche sind jedoch einfach brillant, also wenn ihr das Buch in der Buchhandlung findet, lest einfach mal hinein und seht, ob der Humor etwas für euch ist. Ansonsten gibt es nicht viele Börsenbegriffe, wie man zunächst denken könnte.
3.     Charaktere: Mit den Charakteren dürfte man sich eigentlich überhaupt nicht identifizieren dürfen. Allerdings tut einem Rooney trotzdem leid, ein Mann ,der alles verloren hat und sich danach zwanghaft zurückwünscht. Und das, obwohl er weiß, dass dieses Leben schlecht war und er sich irgendwie auch dafür schämt, möchte er es zurück. Die Nebencharaktere sind total real, genauso wie Rooney. Man erfährt nicht viel, da er auch nicht so viele Erinnerungen hat (Grins: Alkohol und Drogen), allerdings sind sie so absurd, dass sie einfach real wirken. Das klingt komisch, aber wenn ihr das Buch lest, wisst ihr was ich meine.
4.     Umsetzung: Die Umsetzung war mein eigentliches Problem. Das Buch ist nicht in chronologischer Reihenfolge geschrieben, was manchmal verwirrend sein kann. Zudem wiederholen sich auch recht viele Teile. Es werden immer wieder die Abstürze an der Wall-Street der 80er-Jahre geschildert. Mir fehlte leider ein wenig die Variation. Interessanter als die Vergangenheit fand ich die Gegenwart. Diese kam für mich etwas zu kurz. Cool war jedoch, dass zum Ende in immer wieder Anekdoten aus dem ersten Kapitel aufgegriffen wurden.
5.     Cover: Das Cover finde ich etwas langweilig, allerdings jetzt auch keine Katastrophe.
6.     Ende: Das Ende fand ich wirklich schön. Man versteht Rooney immer besser und zudem werden auch einige Handlungen der Hauptperson klar. Mir hat das Ende auch noch ein wenig die Augen geöffnet und genauso soll es auch sein. Die letzten Seiten des Buches haben mir mit den ersten also am besten gefallen. Der Mittelteil konnte mich nicht immer überzeugen, allerdings fand ich die Thematik super. Neben dem ganzen Wall-Street Thema wurden jedoch auch ernstere Themen angeschnitten, jedoch auch nur angeschnitten. Eine absolute Empfehlung für alle Fans von „The Wolf of Wall Street“, für alle anderen: Interessant, aber kein absolutes Muss.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:            30 / 40
2.     Schreibstil:          11 / 15
3.     Charaktere:         14 / 20
4.     Umsetzung:          3  / 10
5.     Cover:                     3 / 5
6.     Ende                        8 / 10

                                                         69 / 100

Gesamtwertung:    6.9 P
Genrewertung:       7.5 P


Bildquelle: Verlag, JPG
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