Sonntag, 3. September 2017

Throne of Glass 4: Königin der Finsternis – Sarah J. Maas


Throne of Glass – Königin der Finsternis

Genre: Jugendbuchfantasy/Romantasy
Autor: Sarah J. Maas
Verlag: dtv Verlag
Preis: 10€
Seiten: ca. 780
ISBN: 978-3423717076

Coverbild Throne of Glass 4 - Königin der Finsternis von Sarah J. Maas, ISBN-978-3-423-71707-6
 Bildquelle
1.     Handlung: Celeana hat bis jetzt alle Herausforderungen überstanden und sich ihrer Vergangenheit gestellt. Nun fordert sie diese ein, allerdings nicht als Celeana Sardothien, sondern als Aelin Galathynius Königin von Terassen. Sie kehrt nach Aderlan zurück und muss mit ihrem alten Meister verhandeln, zum anderen möchte sie auch Prinz Dorian wieder zurückholen und den bösen König besiegen. Dafür müssen die Freunde, die sich allerdings auch entfremdet haben. Können sie zusammenhalten und diese nächste, vielleicht größte Herausforderung bestehen?
2.     Schreibstil: Ich habe immer mehr das Gefühl, dass der Schreibstil mit jedem Buch mehr gereift ist und nun ein gutes Level erreicht hat. Man kann das Buch unglaublich gut und vor allem flüssig lesen. Man fliegt einfach so über die Seiten. Ich würde nach wie vor nie behaupten, dass dieser Schreistil unglaublich ist, aber einfach gut. Toll finde ich, dass die Autorin eine so sichtbare Entwicklung durch gemacht hat. An einigen Stellen hätte ich mit allerdings ein wenig mehr historische Worte gewünscht, das hatte diese Reihe allerdings auch nicht in Vorgängerbüchern.
3.     Charaktere: Die Charaktere werden mit den zunehmenden Büchern natürlich auch komplexer, da sie einfach mehr erlebt haben. Allerdings finde ich noch immer, dass einige Personen nicht charakterentsprechend handeln. Nehmen wir doch einmal Manon. Eine jahrhundertealte Hexe, die schon immer ihrer Großmutter gehorcht hat und das ohne Wenn und Aber. Plötzlich lehnt sie sich auf und baut eine emotionale Bindung mit Abraxos auf und mit noch jemandem. Ein jahrhundertealter Charakter würde sich nie so schnell grundlegend ändern, würde nie so schnell eine mögliche Menschlichkeit in sich entdecken, die sie seit Jahrhunderten verdrängt. Dieses Problem der Logik habe ich mit mehreren Charakteren, dass sich dieses durch mehrere Bücher zieht, ärgert mich so langsam. Die Charaktere machen nun mal ein Buch zu einem großen Teil aus. Man kann diese Fehler durch die rasante Handlung leicht übersehen.
4.     Umsetzung: Die Spannung wird wieder über das gesamte Buch aufrecht gehalten, allerdings fühlt es sich irgendwie trotzdem wie ein Zwischenband an. Das liegt vor allem an dem Ende und dem Gefühl, dass das Buch zurücklässt. Dazu komme ich allerdings später. Im Mittelteil des Buches dreht sich die Handlung ein wenig im Kreis, welches der Spannung, wie durch ein Wunder, kaum einen Abbruch tut. Es gibt in diesem Teil allerdings auch ein paar überflüssige Szenen. Das könnte auch an der Länge des Buches liegen, denn es ist deutlich länger als die Vorigen. Zudem fand ich die Auflösung eines Handlungsstranges, den ich jetzt einmal die „Celeana-Story“ nenne, einfach nur billig. Irgendetwas musste ja als Auflösung kommen, allerdings sollte man nicht einfach alle Probleme aus der Welt schaffen, indem man alles mit in die Auflösung nimmt. Dadurch wird Celeana irgendwie  zur Alleskönnerin stilisiert. Man hätte den Handlungsstrang irgendwie auf mehrere Charaktere aufteilen und die Anderen nicht idiotisch und unwissend dastehen lassen sollen. Vielleicht auch Celeana mehr begleiten bei ihrem Handlungsstrang. Das hätte meiner Meinung nach mehr Spannung aufbaut und den Leser nicht mit einem unbefriedigten Gefühl zurückgelassen.
5.     Cover: Passt wunderschön zu der gesamten Reihe und auch zu dem Fantasythema.
6.     Ende: Das Ende des Buches hat mich irgendwie am meisten gestört. Irgendwie war es nichts Ganzes und nicht Halbes. Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich es wenn ein Buch kein absolutes Happy End hat, sondern zumindest ein „bittersüßes“ Ende. Das konnte ich von diesem Buch nicht sagen. Zudem war das Ende kein Cliffhänger und irgendwie wirkte es wie ein Abschluss. Warum die Reihe nicht an dieser Stelle beenden? Nein, man baut noch einen billigen Plottwist ein um den Bösewichtfaktor aufrecht zu erhalten. Meiner Meinung nach den Lesern gegenüber nicht vollkommen fair. Genauso habe ich es mit der Auflösung der “Celeana Story“ empfunden. Vielleicht stört das nicht alle Leser, ich habe mich allerdings ein wenig veräppelt gefühlt.  
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           30 / 40
2.     Schreibstil:         11 / 15
3.     Charaktere:        12 / 20
4.     Umsetzung:         4  / 10
5.     Cover                     4 / 5
6.     Ende                      3 / 10

                                                        64 / 100

Gesamtwertung:   6.4 P
Genrewertung:      7.5 P

Empfehle ich die Reihe bis hier hin? :  Ja, aber nur jemandem, der mehr Romantasy als Fantasy mag und vielleicht auch noch nicht so viel Fantasy gelesen hat, zudem eher jugendlich sind

Verlag Link: dtv Verlag
 
Covernutzung: Angaben zu den einzelnen Verlagen finden sie unter: Impressum und Covernutzung

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