Sonntag, 28. Mai 2017

Die Vermessung der Welt – Daniel Kehlmann


Die Vermessung der Welt

Genre: Roman...mit Humor Einschlag
Autor: Daniel Kehlmann
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 10€
Seiten: ca. 300
ISBN: 978-3499241000

Bildquelle
1.     Handlung: Das Thema des Buches stellt eine fiktive Doppelbiographie dar. Es geht um den Mathematiker Carl Friedrich Gauß und den Naturforscher Alexander von Humboldt, die sich in ihren Ansichten sehr unterscheiden. Es wird ihre Kindheit in Ausschnitten, genauso wie ihre anderen Lebensabschnitten geschildert. Am Ende und auch schon am Anfang (Zeitsprung) treffen die beiden sehr unterschiedlichen Hauptcharaktere aufeinander und alles fügt sich zusammen.
2.     Schreibstil: Der Schreibstil ist extrem besonders. Das Buch ist nicht trocken, wie es nach der Handlungsbeschreibung zu sein scheint. Es gibt eine Art hintergründigen Humor, der sich an wenigen Stellen äußert und doch unglaublich gut eingefädelt. Er kommt immer an den richtigen Stellen, aber man wird nicht direkt darauf gestoßen und muss hinter eine Ecke denken. Ansonsten sind einige Naturphänomene vielleicht etwas langatmig geschildert, aber mehr kann man wirklich nicht daran aussetzen.
3.     Charaktere: Die beiden Hauptcharaktere sind sogenannte Gegenpole, doch zum Ende des Buches kommen sie immer mehr zusammen und man sieht auch die Ähnlichkeiten. Am Anfang wirkt Gauß extrem unsympathisch und kommandiert seinen Sohn herum, dass hört auch nicht auf, allerdings erfährt man die Gründe. Alexander von Humboldt und seine Beziehung mit seinem Bruder stehen in dem ersten Kapitel im Vordergrund. Diese wird nachher auch noch interessant aufgegriffen und löst sich so auf wie die Beziehung von Gauß und seinem Sohn.
4.     Umsetzung: Die Umsetzung ist sehr interessant. Im Grunde gibt es eine sogenannte Rahmenhandlung. Diese schildert das Aufeinandertreffen von den beiden Hauptcharakteren. Die Zwischenhandlung beschreibt die Lebenswege und Errungenschaften der beiden. Das Ende, führt diese Handlungen wieder zusammen. Erklärt den ersten Teil und die Hauptcharaktere kommen sich näher. Also ein sehr interessante Umsetzung, die nicht langweilig wird. Zudem sind die Dialoge am Ende extrem anders aufgebaut. Zum Beispiel reden Personen aneinander vorbei. Das macht richtig Spaß zu lesen.
5.     Cover: Das Cover finde ich persönlich recht langweilig. Vielleicht etwas zu erwachsen.
6.     Ende: Das Ende hat mir um ehrlich zu sein nicht ganz so gut gefallen. Ich fand es zum einen irgendwie total schön und besonders ein Satz wird mir ewig im Gedächtnis bleiben, aber ich hätte auch gerne noch einmal erfahren was aus Gauß und Humboldt wird. Allerdings muss ich festhalten, dass das reine Geschmackssache ist.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           35 / 40
2.     Schreibstil:         13 / 15
3.     Charaktere:        18 / 20
4.     Umsetzung:        10 / 10
5.     Cover:                    2 / 5
6.     Ende                      7 / 10

                                                        85 / 100

Gesamtwertung:   8.5 P
Genrewertung:      8.5 P


Es tut mir leid, dass so lange kein Rezensionen mehr online kamen, allerdings hatte ich sehr viele Proben für ein großes Konzert um dementsprechend wenig Zeit.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen